Der Stiga A 500 in Kürze
Stiga ist ein italienisch-schwedischer Gartengerätehersteller, der seine kabellosen Mähroboter der A-Serie seit 2024 über GPS-RTK steuert. Der A 500 ist das kleinste Modell dieser Generation, das in unserem Vergleich steht. Er mäht laut Hersteller Gärten bis 700 m² in bis zu drei Zonen, schafft 45 % Steigung und lässt sich laut Stiga ohne Antenne im Garten installieren. Bei Amazon kostet er derzeit preis ansehen und ist damit einer der günstigsten RTK-Mähroboter in unserer Auswahl.
Für den A 500 gibt es bei Amazon noch keine aussagekräftige Durchschnittsnote. Unsere Einordnung stützt sich deshalb vollständig auf die offizielle Produktseite von Stiga, eine Stiga-Magazinseite zur Konnektivität und die Produktbeschreibung bei Amazon. Gemäht haben wir mit dem Gerät nicht.
Ein Hinweis vorab: Auf der deutschen Stiga-Website stehen inzwischen vor allem die neueren Modelle mit Kamera (A 6v, A 8v und folgende). Die technischen Daten des A 500 haben wir von der internationalen Stiga-Produktseite übernommen.
Technische Daten laut Hersteller
| Merkmal | Stiga A 500 |
|---|
| Empfohlene Fläche | bis 700 m² |
| Mähzonen / Sperrzonen | bis 3 / bis 50 |
| Navigation | GPS-RTK mit Stiga AGS, virtuelle Begrenzung |
| Antenne | Referenz-Satellitenstation im Lieferumfang, wahlweise Antenna FREE |
| KI-Kamera | nein |
| Steigung | max. 45 % |
| Schneidwerk | 4 schwenkbare Klingen, 2.850 U/min |
| Schnittbreite | 18 cm |
| Schnitthöhe | 20–60 mm, elektronisch |
| Akku | 25,2 V, 2 Ah Li-Ion (ePower) |
| Mähzeit / Ladezeit | bis 50 min / 40 min |
| Schallleistung | 59 dB(A) garantiert, 57 dB(A) gemessen |
| Gewicht | 7,75 kg ohne Akku |
| Konnektivität | Mobilfunk (laut Stiga 2G/3G/4G), Bluetooth, App STIGA.GO |
| Sensoren | Regen-, Hebe-, Neigungs- und Hindernissensoren |
| Schutz | abnehmbare Abdeckung, IPX5 |
| Lieferumfang | Ladestation, Netzteil, 5-m-Verlängerung, 4 Klingen, Referenz-Satellitenstation |
Navigation: RTK, AGS und „antennenfrei“
Der A 500 navigiert per GPS-RTK: Ein Satellitenempfänger im Mäher wird durch Korrekturdaten auf wenige Zentimeter genau. Die Begrenzung legen Sie in der STIGA.GO-App fest, ein Kabel braucht es nicht.
Beim Thema Antenne lohnt ein genauer Blick, denn die Werbeaussage „antennen-FREI“ kann missverstanden werden. Laut Stiga-Produktseite liegt im Karton eine Referenz-Satellitenstation, also eine eigene RTK-Basis für den Garten. Zusätzlich bietet die App die Installationsoption Antenna FREE: Dann ist der Mäher laut Stiga sofort verbunden, und die Ladestation kann frei platziert werden, ohne Masten oder Antennen. Sie haben also die Wahl. Wer die Station nicht aufstellen möchte, nutzt den antennenfreien Dienst; wer lieber unabhängig von einem Netzdienst arbeitet, verwendet die mitgelieferte Basis. Ob die Genauigkeit in beiden Modi gleich ist, sagt die Produktseite nicht.
Die patentierte AGS-Technologie (Active Guidance System) ist laut Amazon-Beschreibung Stigas Antwort auf schwankende Satellitensignale: Sie plant die Mähvorgänge anhand der vorhergesagten Signalqualität und wählt dafür die günstigsten Zeiten. Unter Bäumen oder an hohen Hauswänden bleibt RTK trotzdem RTK; eine Kamera oder ein LiDAR als Rückfallebene hat der A 500 nicht.
Konnektivität und laufende Kosten
Der A 500 verbindet sich laut Stiga über das Mobilfunknetz (2G/3G/4G) mit der Stiga Cloud. Damit funktionieren App-Steuerung und Ortung auch ohne WLAN im Garten. Zu den Kosten schreibt Stiga auf seiner Magazinseite: Für die Modelle A 300 bis A 10000 ist die Konnektivität inklusive; mit aktiviertem Antenna FREE sind 10 Jahre Daten und Antenna-FREE-Dienst kostenlos, danach kostet die Verlängerung 9,99 € pro Jahr. Die Amazon-Beschreibung nennt ebenfalls 10 Jahre Konnektivität. Für einen Mäher dieser Preisklasse ist das eine faire Regelung.
Mähwerk, Akku und Flächenleistung
Gemäht wird mit vier schwenkbaren Klingen bei 2.850 U/min, die Schnittbreite beträgt 18 cm. Das ist schmal; der A 500 gleicht das über häufige, kurze Fahrten aus. Die Schnitthöhe von 20 bis 60 mm wird elektronisch eingestellt; eine eigene Höhe je Zone unterstützt der A 500 laut Datenblatt nicht.
Der 2-Ah-Akku mit 25,2 V gehört zum ePower-System von Stiga. Pro Ladung mäht der A 500 laut Hersteller bis zu 50 Minuten und lädt in 40 Minuten nach. Dieses Verhältnis ist günstig: Der Mäher steht nicht lange an der Station. Für 700 m² muss er dennoch viele Zyklen am Tag fahren.
Stiga gibt eine garantierte Schallleistung von 59 dB(A) an (gemessen 57 dB(A)). Achtung beim Vergleich mit anderen Herstellern: Schallleistung ist nicht dasselbe wie der oft genannte „wahrgenommene“ Schalldruck in einigen Metern Entfernung; die Zahlen sind daher nur begrenzt vergleichbar. Unabhängig davon gelten im Wohngebiet die Ruhezeiten nach § 7 der 32. BImSchV: kein Betrieb an Sonn- und Feiertagen, werktags nicht zwischen 20 und 7 Uhr.
Steigung und Gelände
Mit 45 % (24°) Steigung bewältigt der A 500 die üblichen Gefälle in Hausgärten. Stiga beschreibt das Design als ausbalanciert; einen Allradantrieb hat er nicht. Für ausgeprägte Hanglagen verweisen wir auf unseren Ratgeber Allrad-Mähroboter für Hanglage und Böschung.
Sicherheit und Hinderniserkennung
Der A 500 hat keine KI-Kamera. Er erkennt Hindernisse über Sensoren, dazu kommen Hebe- und Neigungssensor sowie eine App-Sperre. Eine Benachrichtigung über erkannte Hindernisse gibt es laut Datenblatt nicht, und auch eine Diebstahlwarnung ist für den A 500 als „nein“ vermerkt; die GPS-Ortung per App ist dagegen vorhanden. In der Praxis bedeutet das: Räumen Sie Spielzeug, Gartenschläuche und Fallobst vor dem Mähen weg. Und mähen Sie nur tagsüber – Igel werden von sensorbasierten Systemen erst bei Kontakt wahrgenommen. Mehrere Städte, darunter Schwerin, haben den nächtlichen Betrieb von Mährobotern deshalb verboten.
Für wen eignet sich der Stiga A 500?
Gut geeignet für:
- Offene, übersichtliche Gärten bis etwa 700 m² mit freiem Himmel.
- Wer RTK-Genauigkeit zum günstigen Preis sucht und kein WLAN im Garten hat.
- Wer die Wahl zwischen eigener Referenzstation und antennenfreiem Betrieb schätzt.
Weniger geeignet für:
- Gärten mit vielen Bäumen, Spielgeräten oder herumliegenden Gegenständen.
- Grundstücke mit mehr als drei getrennten Rasenflächen.
- Steile Hänge über 45 %.
Alternativen
Wer in derselben Preisregion eine Kamera möchte, findet im Segway Navimow i205 AWD einen Mäher mit Netzwerk-RTK, Kamera und Allrad für 500 m². Noch günstiger und ebenfalls ohne Antenne arbeitet der Gardena smart SILENO Free 750, der allerdings ein WLAN-Gateway braucht. Für mehr Fläche und Kamera ist der Husqvarna Automower Aspire R6V eine Überlegung wert.
Alle Modelle im direkten Vergleich: Mähroboter-Vergleich 2026. Wie sich RTK, LiDAR und Kamera unterscheiden, erklärt unser Ratgeber Mähroboter ohne Begrenzungskabel.
Unser Fazit
Der Stiga A 500 bringt GPS-RTK, Mobilfunk und eine flexible Antennenlösung in eine Preisklasse, in der viele Konkurrenten noch mit Kabel arbeiten. Kurze Ladezeiten, Regensensor und geringe Folgekosten sprechen für ihn. Die Grenzen liegen bei der Ausstattung: keine Kamera, schmale Schnittbreite, nur drei Zonen und keine Rückfallebene unter Bäumen. Für offene, aufgeräumte Gärten bis 700 m² ist er eine vernünftige, sparsame Lösung.
Quellen